Geschichte wiederholt sich: Neuer Job ab 1. Oktober

Geschichte wiederholt sich – so fühlt es sich zumindest an. Letztes Jahr im Sommer entschied ich mich, meine erste berufliche Station, den SWR, zu verlassen. Hintergrund war eine geplante Umstrukturierung, die mich nach wenigen Monaten in Stuttgart dauerhaft nach Mainz geführt hätte. Und der Wunsch, Erfahrungen in der „freien Wirtschaft“ zu sammeln.

Die letzte Woche im September war damals mein „Resturlaub“ und die Zeit, um gedanklich mit dem SWR abzuschließen* und mich auf meine neue Aufgabe bei der Stuttgarter Unternehmensberatung divia vorbzubereiten.

Am Ende dieser Woche und kurz vor Beginn der neuen Tätigkeit habe ich damals gebloggt und festgestellt, dass ich von meiner damaligen To-Do-Liste quasi nix geschafft hatte.

Und hier wiederholt sich die Geschichte – nicht. Denn dieses Jahr habe ich mir einfach viel weniger vorgenommen. Sonst ähneln sich die Situationen aber schon. Letzter Arbeitstag, BarCamp Stuttgart, Urlaub – und ein neuer Job zum 1. Oktober. Warte, was?

Ja, mein Vertrag bei divia war nur auf ein Jahr befristet und wurde auf meinen Wunsch nicht verlängert. Denn als Konsequenz einer beruflichen (Weiter-)Entwicklung am Thema Social Media, die ich bei divia gemacht habe, steht für mich ein Neubeginn mit anderem Themenfokus. Von Social Media habe ich mich in den letzten 12 Monaten langsam aber sehr stetig weiterentwickelt in Richtung Social Collaboration. Also der Nutzung der „Social-Media-Ideen“ für die interne Vernetzung und Zusammenarbeit in Unternehmen. Schon meine letzten Projekte als Berater waren alle in diesem Bereich und mein Wechsel aus der Beratung heraus ist für mich daher der letzte konsequente Schritt ins Thema Collaboration.

Am Dienstag trete ich zum ersten Mal in meinem Leben eine unbefristete Stelle an. Als Social Collaboration Manager habe ich (mal wieder) eine Jobbezeichnung, die man erklären muss, die aber meine Augen strahlen lässt. Ich wechsle in die IT-Abteilung von DEKRA, um dort an der erfolgreichen Transformation zum Enterprise 2.0 bzw. zunächst mal der Einführung einer konzernübergreifenden Social-Collaboration-Plattform zu arbeiten.

Social Collaboration ist nicht mehr Nische, aber auch noch nicht Mainstream – hier bleibe ich mir treu. Denn auch meine Aufgaben bei DASDING und SWR.Online waren letztlich Jobs, die ihrer Zeit voraus waren und heute zum Standardrepertoire im Medienbusiness gehören. Einem Business, dass ich jetzt wohl endgültig hinter mehr lasse – was, wenn überhaupt, der einzige Wermutstropfen ist.

Während ich diese Zeilen schreibe bin ich jedenfalls voller Vorfreude auf das, was mich ab Dienstag erwarten wird. Dazu gehören viele Dinge, an denen ich zweifelsohne noch wachsen muss. Und viele Momente, in denen ich von meiner Begeisterung für Social Collaboration nicht auf andere schließen darf. Ich bin aber überzeugt, dass dem Thema und den damit verbundenen Arbeitsweisen die Zukunft gehört. Und ich glaube auch, dass ich andere davon überzeugen kann. Den Beweis darf ich dann ab nächster Woche führen. Mal schauen, wie es sich anlässt…

* Gedanklich mit dem SWR abgeschlossen habe ich übrigens damals nicht und das ist auch gut so. Ich pflege immer noch regen Kontakt mit den Kollegen und Freunden aus dieser Zeit und außerdem bin ich ja einfach vom Sender zum Empfänger geworden – denn die Hörfunk- und Onlineangebote des SWR gehören zu meinem Medien-Konsum wie selbstverständlich dazu.