Auf gehts: Move to BW!

Man kann über die Badener und die Schwaben sagen, was man will – ich habe meinen Umzug nach Baden-Württemberg bis heute nie bereut.

2007 bin ich zum Studieren nach Furtwangen gegangen und durch Jobs beim SWR in BaWü hängen geblieben. Inzwischen habe ich beruflich und privat hier mein Glück gefunden, lebe in der Landeshauptstadt, die sicherlich Charme hat. Sie ist nicht München oder Hamburg, aber Stuttgart kann was.

Eine Geschichte wie die meine ist ganz und gar nicht untypisch. Ich meine, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass meine beste Freundin (wir kennen uns seit der fünften Klasse und haben in Marburg zusammen Abi gemacht) am Ende auch in Stuttgart gelandet ist?

Ein Umzug nach BaWü kann sich also durchaus lohnen, zumal die beruflichen Möglichkeiten hier 1a sind.

Aktuell übrigens mehr denn je, denn BWjetzt, die sympathischen Macher von „Wir können alles. Außer Hochdeutsch.“, unterstützen Wechselwillige gerade mit einer besonderen Aktion: Umzugshelfern der besonderen Art.

Habe ich was verpasst?

Am Ende des letztes Semester ist etwas passiert, was ich schon vom Abi kannte: Die Leute, die man im Laufe der letzten Monate und Jahre ins Herz geschlossen hatte, haben sich in alle Winde verstreut. Die einen sind im Ausland, die anderen schreiben in Fuwa Thesis, wieder andere schreiben ihre Abschlussarbeit woanders. Kurzum: von einem auf dem anderen Tag war das Studium, wie ich es bisher kannte, zu Ende.

Für mich begann am 1.9. – wie für einige andere – die Bachelor-Thesis. Ich schreibe sie in Baden-Baden über multimediale Workflows beim SWR. Und ich werde nicht täglich, aber doch regelmäßig, etwas wehmütig beim Blick auf Facebook und in die Blogs meiner Kommilitonen und Freunde. Und zwar auf fast alle. Es ist nicht schwer, auf Judith und Co. neidisch zu sein, die ihr Auslandssemester im allem Anschein nach großartigen Schottland verbringen. Oder auf Steffi, die für ein halbes Jahr in jener Stadt studiert, die mein Herz im Flug erobert hat: In Wien.

Aber selbst auf Laudi und Thomas bin ich ein bisschen neidisch: Weil sie ihre Thesis in Furtwangen schreiben und somit das Studentenleben abschließend nochmal so richtig genießen können. Indem sie mal spontan zu Steffi nach Wien jetten oder eben Mittwochs Party machen oder mal boarden gehen. Weil sie nachts arbeiten, wenn ihnen danach ist und gar nicht schaffen, wenn ihnen danach ist.

Klar, die beiden schütteln jetzt mit dem Kopf und sagen: ja, Schiri, aber du kriegst auch gut Kohle. Stimmt irgendwie, aber wenn ich ganz ehrlich bin: Dafür habe ich ein halbes Jahr früher den Schritt ins echte Leben gewagt, mit festen Arbeitszeiten und dem ganzen anderen Mist.

Als ich mich 2007 für ein Studium entschieden habe, war die Prämisse: Möglichst schnell mit möglichst geringen Kosten studieren, fertig werden und Geld verdienen. Das habe ich geschafft, unter anderem auch weil ich unter dem Kopfschütteln der ganzen Familie in ein Schwarzwaldnest gezogen bin und meine Freizeitbeschäftigungen sich meist auf Film schauen in der coolsten WG ever beschränkt haben.Hätte ich nicht gemusst? Stimmt irgendwie, aber: Mein Studium war leider nicht sponsered bei Daddy und die kfw freut sich auch so schon über viele Jahre, die ich ihr nun als „Kunde“ zur Verfügung stehe.

Darum kam auch ein Auslandsemester nie für mich in Frage, nicht eine Sekunde. Aber wenn ich jetzt die Berichte lese und die Fotos sehe, dann frage ich mich: Habe ich was verpasst?

Wie ein Fisch im Wasser

In Bracht habe ich Fußball gespielt, in Furtwangen war ich joggen – jetzt lebe ich in Baden-Baden und habe mir passend dazu auch einen neuen Sport gesucht. Zumindest für die kalte Jahreszeit: Ich gehe schwimmen!

Das klingt jetzt erstmal komisch, weil ich ja bisher alles andere als ein Schwimmbadfan gewesen bin. Aber ich muss sagen: es macht echt Spaß. Zweimal in der Woche fahre ich nach der Arbeit nach Bühl ins Schwarzwaldbad, die haben einen tollen Feierabendtarif für zwei Euro, und dann ziehe ich meine Bahnen.

Zugegeben, zur Zeit taste ich mich langsam wieder ran und steigere mich langsam, denn diese ganzen Muskeln, die man beim Schwimmen verwendet, habe ich irgendwie gar nicht mehr. Aber das wird sicher 😉

Nicht sonderlich hipp, ich weiß. Merke ich immer, wenn ich den Altersdurchschnitt der anderen Schwimmer im Kopf überschlage 🙂 Aber egal, ab und an verirren sich auch hübsche Mädels ins Schwimmbad 😉