Leistungsabfall beim Nexus 7: Bringt Android 4.3 Besserung? [UPDATE]

Letztes Jahr im Spätsommer hat das Google Nexus 7 mein Samsung Galaxy Tab 10.1 abgelöst. Und anfangs war ich auch sehr zufrieden mit dem Tablet – bis mich das Gefühl beschlich, dass die Performance immer mehr nachlässt. Im Zuge des letzten Updates auf Android 4.2.2 habe ich einen Werksreset durchgeführt und das Tablet sauber neu aufgesetzt. Danach „rannte“ es auch wieder so, wie ich mir das vorstelle. Seitdem sind aber schon wieder fast sechs Monate vergangen – und inzwischen wird wieder jedes Drehen des Bildschirms, jedes Ausklappen der Softwaretastatur zur Qual.

Ein Chat mit Marc, der die selben Symptome auch auf seinem N7 feststellt, hat mich bewogen, jetzt doch mal ein bisschen in dieser Sache zu recherchieren. Bereits im Juni hatte Appleinsider (sic!) davon berichtet, dass Asus minderwertigen Flashspeicher in das Tablet einbaut und dies die Ursache für den Leistungsabfall sei. Wenig überraschend wurde dieser Darstellung relativ schnell widersprochen. Gegen die These spricht auch, dass nach einem Full Wipe die Performance – zumindest eine Zeitlang – wieder spürbar besser ist.

Auf android-hilfe.de, dem Android-Forum meines Vertrauens, trifft man auf User mit dem gleichen Problem. Dort festigte sich relativ schnell meine Meinung, dass es sich wohl eher um ein Software-Problem denn um minderwertige Hardware handelt. Es geht um TRIM, einem Befehl, der auf dem Dateisystem von SSDs oder Flashspeichern ausgeführt wird. Aber nicht beim Nexus 7, zumindest nicht mit der aktuellen Android-Version. Das führt möglicherweise dazu, dass das OS bei längerer Nutzung nach und nach vermüllt. Sowas kennt man ja – von Windows.

Für die User, die (so wie ich) root-Zugriff auf ihr Device haben, gibt es bei den XDA-Developern (und im Play Store) eine Lösung in Form einer App, die fstrim, die Linux-Umsetzung des Befehls, auf dem Tablet ausführt. Nutzung natürlich auf eigene Gefahr.

Nur bin ich jetzt am Überlegen, ob ich das überhaupt ausprobieren sollte – oder nicht einfach abwarten. Denn Google ist dabei, dass Update auf Android 4.3 auszurollen. Und wie Androidauthority berichtet, kommt mit der neuen Version des OS auch der Support für fstrim – und damit hoffentlich auch die Lösung des Problems. Meine Nexus-Devices sind beim Update leider noch nicht an der Reihe, von daher kann ich von hier aus nicht beurteilen, ob das Update tatsächlich die erhoffte Besserung bringt. Aber ich werde es an dieser Stelle berichten.

Hat jemand von euch möglicherweise das gleiche Problem und schon 4.3 am Laufen? Freue mich über Feedback.

UPDATE

The Verge-Autor Dan Seifert schreibt, dass sein Nexus 7 nach dem Update einen spürbaren Performanceschub gemacht hat.

Allerdings nicht instant, sondern erst nach rund zwei Tagen Nutzung. Direkt nach dem Update war er jedenfalls nicht so begeistert: