Gute Musik mit K

Über Musik schreibe ich ja eigentlich eher selten, aber mir ist gerade mal nach einer Empfehlung. Eigentlich ist es mehr ein Test: Gibt es tatsächlich noch jemanden, dem man Kraftklub empfehlen muss? Eigentlich solltet ihr alle schonmal von den Gewinnern des New Music Award 2010 gehört haben.

Die fünf Chemnitzer machen echt Spaß, ich habe mich gestern den ganzen Nachmittag vom Debütalbum „Mit K“ motivieren lassen, als ich im Homeoffice an meiner neuen Präsentation für die medienpädagogischen Workshops im LMZ gearbeitet habe.

In 2011 gabs mehrere Singles, die bekannteste habt ihr wahrscheinlich im Ohr: „Ich will nicht nach Berlin“.


Kraftklub – Ich will nicht nach Berlin von universalmusicdeutschland via Dailymotion

In der vergangenen Woche haben die Jungs einen Gig in Heidelberg gespielt, den man sich auf DASDING.de komplett anschauen kann.

Das ganze Album kann man sich natürlich bei Simfy anhören. Ich steh drauf! Und falls ihr gerade wirklich zum ersten Mal was von Kraftklub gehört habt, solltet ihr unbedingt sofort dieses Blog abonnieren. Das ist der Musikredakteur meines Vertrauens aus meiner Zeit beim DING. Philipp hat zuletzt auch eine Rezension zum Album geschrieben.

PS: Mein Anspieltipp ist „Songs für Liam“ – schon wegen der Textzeile: „Mittlerweile kommt zum dritten Mal das selbe Lied. / Das ist keine Musik, dass sind die Black Eyed Peas.“ 🙂

Grooveshark schwimmt auf dem Rücken

…und das ist bei Fischen nie ein gutes Zeichen. Heute endete das Angebot des Streamingportals – zumindest für deutsche Nutzer. Sowohl die HTML5-Website für Mobilgeräte wie auch der Umweg über Proxys funktionieren allerdings noch.

Nachdem sich Grooveshark in den letzten Wochen mit einigen Vorwürfen und Klagen konfrontiert sah, habe ich schon befürchtet, dass der Laden irgendwann dicht macht. In meinem Szenario wäre aber eher die Kohle komplett leer gewesen, die vielen Urheberrechtsprozesse sind sicher nicht billig. Stattdessen ist jetzt erstmal nur in Deutschland Schluss.

Screenshot: Grooveshark-Website vom 18.01.12

Bei Twitter, Facebook und Co. schimpfen jetzt natürlich alle auf die Gema. Kann man so machen, aber: So richtig legal hat Grooveshark nie agiert, oder?

Musikstreaming ist für mich inzwischen – auch dank fairer Preismodelle – zu einer echten Alternative zum CD-Kauf geworden. Das Feature, was für mich persönlich den Durchbruch bedeutete, ist die Offline-Verfügbarkeit der Musik auf dem Smartphone. Denn auch mobil zu streamen macht aufgrund immer noch so semi-geiler Netzabdeckungen außerhalb von Ballungsgebieten und komischer Datenflats, die eigentlich gar nicht so flat sind, wenig Spaß.

Schon bevor ich mein Milestone hatte, habe ich für das Angebot von Napster monatlich bezahlt, weil ich Features wie den Mood Manager (Musik auf Basis von Stimmungslagen automatisch zusammenstellen lassen) ganz cool fand und auch mit der Gesamtauswahl an verfügbarer Musik zufrieden war.

Im Januar 2010 gab es aber kein Mobilangebot für Android-Handys von Napster und so bin ich dann zu simfy und seitdem auch zufriedener Kunde. Und das obwohl die App am Anfang echt beschissen war.

Letzte Woche habe ich beschlossen, dass ich mal die anderen Dienste austeste. Mein Versuch, Grooveshark für 10 $ für die Mobilnutzung freizuschalten, ist wiederholt fehlgeschlagen. Vielleicht warf die aktuelle Situation ihre Schatten voraus?

Somit werde ich jetzt als Simfy-Alternative mal Rdio testen. Meine Eindrücke gibt’s dann hier.