Meine ehrliche Träne fürs StudiVZ

Ein altes Sprichwort sagt: Konkurrenz belebt das Geschäft. Und obwohl das so ist, scheinen viele Blogger zur Zeit nichts besseres zu tun zu haben, als sich über den langsamen Verfall von StudiVZ zu freuen.

Jürgen Vielmeier fragt sich zumindest noch, warum das so ist – so richtig hoffen, dass die VZ-Gruppe die Kurve kriegt, das will er aber auch nicht. Mit http://wannstirbtstudivz.com/ ist natürlich auch schon eine Single-Serving-Site am Start, die uns auf Basis der IVW-Zahlen beim Leichenfleddern hilft.

Auch wenn ich alleine damit bin: Ich finde fände es schade, wenn die VZs vom Markt verschwinden. Bevor ich auf Facebook aufmerksam wurde (was inzwischen immerhin Grundlage meiner Arbeit ist), war ich Mitglied im StudiVZ und habe auf Nachrichten gewartet, Pinnwände vollgespammt und voller Spannung überprüft, wer auf meinem Profil war (sic!).

Auch ich habe, wie so viele, meinen StudiVZ-Account irgendwann gelöscht – somit bin ich irgendwie mit Schuld, ich weiß. Und mir ist auch bewusst, dass die VZs vieles falsch gemacht haben, Facebook irgendwie die coolere Plattform ist und ein Netzwerk nun mal von Netzeffekten lebt.

Aber das ist alles kein Grund, sich zu freuen. Alle beschweren sich über den Datenschutz bei Facebook, aber es ist uns eigentlich egal. Denn eigentlich wollen wir alle primär lamentieren. Oder schadenfroh rumstehen und debile Laute von uns geben. Jetzt können wir beides, auf Zuckerberg schimpfen und VZ-Chefin Stefanie Waehlert gepflegt den Nelson machen:

Sorry, wenn ich nicht mitmache. Aber euch viel Spaß.