Vienna Calling

Blick auf WieViel zu kurz war er, aber großartig: mein erster echter Urlaub seit einigen Jahren. Und er führte mich in jene Stadt, die mich 2005 auf meiner Studienfahrt unheimlich fasziniert hat: nach Wien.
Die Hauptstadt Österreichs wird nämlich auch dann nicht langweilig, wenn man die Touristenstandards hinter sich gebracht hat – ganz im Gegenteil: sie blüht erst richtig auf, wenn man jenseits von Schönbrunn und Stephansdom unterwegs ist.
Ich habe mir bei diesem Besuch in der Donaumetropole eine Mischung aus beidem gegönnt und mich einmal mehr in diese Stadt verliebt, die zugleich pulsiert und dabei deutlich weniger hektisch ist als deutsche Großstädte.

Wombats City Hostel
Dieses Hostel ist zweifelsohne die erste richtige Entscheidung beim Planen eines Wien-Trips. Das verkehrsgünstig in der Nähe des Westbahnhofs gelegene Hostel bietet alles, was man für einen Wienaufenthalt braucht: günstige Zimmer, eine sehr coole Bar und unheimliche viele spannende Gäste aus der ganzen Welt.
Gerade die letzten beiden Punkte sind in Kombination unschlagbar! So habe ich am ersten Abend in der Bar viel Spaß mit drei Engländern, einem Australier und einer Amerikanerin gehabt – deren Trinkspiele können an Sinnfreiheit und Effizienz durchaus mit unseren mithalten 🙂
Praktischer Nebeneffekt des Aufenthalts im Wombats ist übrigens, dass man sein Englisch mal wieder so richtig aufpolieren kann.

ORF
Der ORF ist der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Österreich – und naturgemäß beheimatet in Wien. Für mich als Medienmacher Grund genug, den „Kollegen“ mal einen Besuch abzustatten – zumal mit FM4 das nachweislich beste Radioprogramm Europas auch aus dem Hause ORF kommt 😉
Das Hörfunkgebäude liegt etwas versteckt südöstlich des Stadtkerns, lässt sich aber (wie im Prinzip jeder beliebige Punkt in dieser Stadt) problemlos mit einer der unzähligen Wiener Linien erreichen.
Leider stellte sich im Gespräch mit der netten Dame am Empfang recht schnell raus, dass im Hörfunk erst wieder am 19. September die Möglichkeit einer Führung bestehen würde – schade. Aber sie hat ein bisschen rumtelefoniert und zumindest eine Führung beim Fernsehen klargemacht. Auch zu sowas sage ich nicht nein!
ORF Zentrum Wien Küniglberg Das Fernsehen sitzt seit 1973 in einem neugebauten Sendekomplex am südwestlichen Stadtrand von Wien –dem Sendezentrum Küniglberg. Dort konnte ich an einer etwa zweistündigen Führung teilnehmen, die leider meinen Techniknerd-Ansprüchen nicht ganz genügt hat, aber trotzdem spannend war. Zu sehen gabs überwiegend Studios, außerdem eine Bluescreenbox zum Rumspielen. Regien, HD-Workflows, Ü-Wagen etc. hätten mich durchaus auch interessiert – aber hey: die Führung war kostenlos und auf jeden Fall cool!

Museumsquartier
Eine geniale Einrichtung im siebten Bezirk, die Kunstmuseen, Kneipen, Shops und Medienstartups unter einem Dach vereint. Im Zuge des großen Kulturdonnerstags habe ich mir einen Besuch im Leopoldmuseum und im Museum für Moderne Kunst gegönnt. Im Leopold gabs unter anderem eine Jugendstilausstellung, für die ich mich auch als nachweislicher Kunstlaie begeistern konnte – auf den sieben Stockwerken des MuMoK war ich jedoch hoffnungslos überfordert. Ich habe keins, wirklich keins der Werke verstanden und mich zwischenzeitlich durchaus mal gefragt, warum ich nicht mit meinen Arbeiten aus meiner Prä-Kindergarten-Zeit reich geworden bin. Andere haben es ja offensichtlich auch geschafft.

Coming soon: zwei weitere Blogeinträge über meinen Wienurlaub! „Kurz notiert“ und „Außer Kontrolle“… stay tuned.

Übrigens: auf dem Rückflug saß niemand geringeres als der Airlinechef persönlich auf dem Pilotensessel! Ich war nicht schlecht überrascht, als sich der Flugkapitän auf dem Rückflug nach Frankfurt als Niki Lauda herausstellte! 🙂

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Wombats City Hostel
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Museumsquartier