Mein neues Setup: Obst

Mein Setup, also die möglichst effiziente Kombination aus elektronischen Geräten, habe ich in den letzten 24 Monaten wirklich sehr oft angepasst. Rückgrat war jedoch die ganze Zeit ein sehr perfomantes Thinkpad, dass ich 2010 angeschafft habe – war damals sogar recht teuer.
Ausgestattet mit einem Intel i7 und ordentlich RAM sollte es das mobile, aber auch das stationäre Arbeitstier sein. Deswegen wurde noch ein großer Bildschirm und eine umfangreiche Dockingstation angeschafft. Rückblickend muss ich sagen: vollkommen übertrieben, den Prozessor habe ich wohl nie wirklich ausgereizt.
Dazu hatte ich verschiedene Tablet-PCs, die zuerst kleiner wurden und dann wieder größer. Auf ein Samsung Galaxy Tab folgte ein Google Nexus 7, dass ich im letzten Jahr wieder gegen ein 10 Zoll Gerät von ASUS eingetauscht habe.
Im Frühjahr habe ich dann sehr preiswert einen Kindle Fire HD 7 bekommen, der mich allerdings nie wirklich glücklich gemacht hat. Als ich vor kurzem bei MyDealz ein Nexus 7 2012 gesehen habe für läppische 80€ musste ich zuschlagen. Ein bisschen back to the roots also.
Etwas konstanter ging es beim Thema Smartphone zu. Auf das erste Android-Gerät, ein Motorola Milestone, folgten ein Samsung Galaxy S und ein S2. Das wurde 2012 vom Nexus 4 abgelöst. Das Nexus ist immer noch im Einsatz, inzwischen mit dem zweiten Akku und Android Lollipop. Und ich sehe auch keinen Grund, das zu ändern. Immer noch ein Top-Gerät mit mehr als ausreichender Performance.
Und jetzt wird der ganze Zoo an Geräten konsolidiert und zusammengestrichen. Das Thinkpad, das ASUS Transformer Book TA100 und der Kindle Fire kommen weg. Zuhause und mobil wird ein MacBook Air die Rolle des Laptops übernehmen, das Nexus 7 und das Nexus 4 komplettieren das Setup. Weniger ist halt mehr.
Android bleibe ich trotz des Wechsels auf ein MacBook also treu. Windows muss aber wohl dran glauben, auch wenn ich die letzten Entwicklungen gar nicht schlecht fand. Im Büro bleibt mir Windows 7 ja noch etwas erhalten.
Nun also ein Mac. Was habe ich geschimpft und gezetert im Studium über die Mac-Nutzer, verzogene Kinder neureicher Eltern war noch die freundlichste Umschreibung. Und jetzt das.
Ist wohl das Alter, das man seine eigenen Denkweisen mal aus etwas Distanz betrachtet. Daher habe ich den Kauf des MacBooks auch als Versuch deklariert – aber schon nach einer Woche muss ich sagen: so schnell war ich mit einem neuen Gerät noch nie so produktiv. Toll verarbeitet und so intuitiv, wie immer alle behaupten.
Auch von der Aussattung her ist das Air für mich vollkommen ausreichend. Das hat mich der Kauf des Thinkpad gelehrt. Zuhause kann ich auch mit dem MacBook an meinem selbstgebauten Stehtisch arbeiten – dazu stecke ich zwei Kabel: Tastatur, Maus, Lautsprecher hängen per USB-Hub, der Monitor per HDMI am MacBook. Passt alles.
Die ersten paar Tage liefen jedenfalls sehr gut. Die wenigen für mich wichtigen Programme habe ich alle für Mac gefunden und super schnell eingerichtet. Und dann Dropbox und Co. waren auch die Daten nach kurzen Zeit alle am Start.
Und das mit den Shortcuts lerne ich auch noch…

Leistungsabfall beim Nexus 7: Bringt Android 4.3 Besserung? [UPDATE]

Letztes Jahr im Spätsommer hat das Google Nexus 7 mein Samsung Galaxy Tab 10.1 abgelöst. Und anfangs war ich auch sehr zufrieden mit dem Tablet – bis mich das Gefühl beschlich, dass die Performance immer mehr nachlässt. Im Zuge des letzten Updates auf Android 4.2.2 habe ich einen Werksreset durchgeführt und das Tablet sauber neu aufgesetzt. Danach „rannte“ es auch wieder so, wie ich mir das vorstelle. Seitdem sind aber schon wieder fast sechs Monate vergangen – und inzwischen wird wieder jedes Drehen des Bildschirms, jedes Ausklappen der Softwaretastatur zur Qual.

Ein Chat mit Marc, der die selben Symptome auch auf seinem N7 feststellt, hat mich bewogen, jetzt doch mal ein bisschen in dieser Sache zu recherchieren. Bereits im Juni hatte Appleinsider (sic!) davon berichtet, dass Asus minderwertigen Flashspeicher in das Tablet einbaut und dies die Ursache für den Leistungsabfall sei. Wenig überraschend wurde dieser Darstellung relativ schnell widersprochen. Gegen die These spricht auch, dass nach einem Full Wipe die Performance – zumindest eine Zeitlang – wieder spürbar besser ist.

Auf android-hilfe.de, dem Android-Forum meines Vertrauens, trifft man auf User mit dem gleichen Problem. Dort festigte sich relativ schnell meine Meinung, dass es sich wohl eher um ein Software-Problem denn um minderwertige Hardware handelt. Es geht um TRIM, einem Befehl, der auf dem Dateisystem von SSDs oder Flashspeichern ausgeführt wird. Aber nicht beim Nexus 7, zumindest nicht mit der aktuellen Android-Version. Das führt möglicherweise dazu, dass das OS bei längerer Nutzung nach und nach vermüllt. Sowas kennt man ja – von Windows.

Für die User, die (so wie ich) root-Zugriff auf ihr Device haben, gibt es bei den XDA-Developern (und im Play Store) eine Lösung in Form einer App, die fstrim, die Linux-Umsetzung des Befehls, auf dem Tablet ausführt. Nutzung natürlich auf eigene Gefahr.

Nur bin ich jetzt am Überlegen, ob ich das überhaupt ausprobieren sollte – oder nicht einfach abwarten. Denn Google ist dabei, dass Update auf Android 4.3 auszurollen. Und wie Androidauthority berichtet, kommt mit der neuen Version des OS auch der Support für fstrim – und damit hoffentlich auch die Lösung des Problems. Meine Nexus-Devices sind beim Update leider noch nicht an der Reihe, von daher kann ich von hier aus nicht beurteilen, ob das Update tatsächlich die erhoffte Besserung bringt. Aber ich werde es an dieser Stelle berichten.

Hat jemand von euch möglicherweise das gleiche Problem und schon 4.3 am Laufen? Freue mich über Feedback.

UPDATE

The Verge-Autor Dan Seifert schreibt, dass sein Nexus 7 nach dem Update einen spürbaren Performanceschub gemacht hat.

Allerdings nicht instant, sondern erst nach rund zwei Tagen Nutzung. Direkt nach dem Update war er jedenfalls nicht so begeistert:

Googles Versandtaktik beim Nexus: Jeder hat nur eine Chance

Ich habe ja vor ein paar Tagen hier berichtet, dass DHL mein Nexus 4 nicht zustellen konnte. Nachdem das klar war, habe ich mich sofort an DHL und an Google gewendet, um das Problem schnellstmöglich aus der Welt zu schaffen. Gestern Vormittag kam die erfreuliche Info von Google, dass das Gerät neu auf dem Weg zu mir ist. Was aber nicht stimmte. Denn abends bekam ich eine neue eMail von Google…