Aufmerksamkeit um jeden Preis?

Gestern nachmittag hat sich der FC Bayern auf Facebook etwas unbeliebt gemacht (ich berichtete für Allfacebook.de). Trotz des negativen Feedbacks Wegen des negativen Feedbacks auf der Facebook-Seite stürzten sich direkt im Anschluss an die individualisierte Pressekonferenz auf Facebook nicht nur einschlägige Marketing- und Social-Media-Medien auf die Story, sondern auch alle Nachrichtenseiten und Sportseiten.

Das wiederrum führte wohl dazu, dass sich auch die Massenmedien mit der Thematik befassten. Somit kann festgehalten werden: Durch eine klar begrenzte Online-Marketing-Aktion hat der FC Bayern München gestern Blogs, das Fernsehen und heute auch noch allerlei Printangebote auf sich und die Aktion aufmerksam gemacht. Der Tenor der Berichterstattung war – wie immer, wenn man wieder jemand im Social Web „failed“ – alles andere als positiv. Der Gesprächswert der Facebook-Seite ist allerdings enorm gestiegen.

Wiedermal zeigt sich hierbei allerdings, dass die nackten Zahlen auf Facebook erstmal nicht sonderlich viel aussagen, da bspw. „Sprechen darüber“ keine Bewertung über den inhaltlichen Tenor zulässt. Heute jedoch ist die negative Stimmung schon wieder einer eher neutralen Betrachtung der Aktion gewichen, auch die üblichen Fanbekundungen finden sich wieder auf Pinnwand.

Bildquelle: facebook.com/fcbayern

Und Fakt ist auch: Die Fanpage des FCB legte gestern knapp 18.000 Fans zu und profitiert dabei sicherlich auch von der breiten Berichterstattung (sowie natürlich vom Aufhänger der Aktion – einem neuen Transfer!).

Bildquelle: http://allfacebook.de/tracking/FCBayern

Ein kleiner Teil der neuen „Liker“ hat dem FCB auch wieder den Rücken gekehrt, einen großen Teil jedoch wird der FCB auch dann noch erreichen, wenn sich die Wogen geglättet haben. Der Umgang mit dem Shitstorm war jedenfalls souverän.

Trotzdem ist eine solche Aktion sicherlich nicht das, was sich die Marketing-Entscheider gewünscht haben. Auch wenn sie den Gesprächswert der Marke steigern konnten.