Digitaler Aderlass

Es muss ja nicht gleich der digitale Selbstmord sein, manchmal tut es auch ein bisschen Selbstreflexion. Und wenn ich so durch die Fotoalben klicke, sehe ich oft „gelöschte Person“, wo früher Namen von Freunden und Kommilitonen standen. Es ist wie es ist: StudiVZ ist das Hartz4-Facebook – und ich war irgendwie nur noch eine Nummer in der Statistik.

Mein letzter Login bei dem Laden liegt schon recht lange zurück und darum habe ich es gerade vielen meiner „Facebook-Freunde“ gleichgetan und meinen StudiVZ-Account gelöscht. Hat gar nicht wehgetan, ging sehr schnell und hat sich irgendwie auch gut angefühlt. Was sich jetzt ändert? Nix, es ist wie vorher, nur dass jetzt ein Datenbankcluster weniger meine Daten hat. Das hoffe ich zumindest mal für die Herren in Berlin.

In diesem Internet bin ich aber immer noch drin: Facebook | Xing

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Radio ≠ Jukebox?

BandsalatSPIEGEL Online schreibt heute in der Netzwelt über last.fm, ein zweifelsohne tolles Angebot von CBS, bei dem man Musik basierend auf den eigenen Hörgewohnheiten zusammenstellen, anhören und vorallem teilen kann – passenderweise lautet der Slogan auch „the social music revolution“.

Im Artikel überlegt Autor Frank Patalong, welche Vor- und Nachteile last.fm im Vergleich zum Dudelfunk und Chartmainstream hat.

Diskutiert wird dabei auch, ob Angebote wie last.fm (das ich im Übrigen durchaus auch nutze!) eines Tages klassische Radioprogramme ablösen werden. Das führt mich zur ein oder anderen Frage:

Schaltet ihr Radio nur um der Musik willen ein? Wechselt ihr bei Wortstrecken den Sender?

Für mich bedeutet Radio vorallem das, was zwischen der Musik passiert. Es muss nicht gleich ein reines Wortprogramm sein – aber viel wirklich guter Inhalt (man denke nur an Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs oder den WDR2 Stichtag) geht jenen verloren, die sich nur von Musik berieseln lassen wollen.

Ich habe das Gefühl, SpOn verwechselt Radio mit Jukebox – diese Funktion kann last.fm sicherlich besser erfüllen als ein klassisches Radioprogramm. Mehr aber auch nicht.