Hörspieltipp: Das Lufer Haus

Ich bin großer Hörspielfan, nicht nur bei langen Fahrt in Zug oder Auto – auch als Alternative zum zumeist beschissenen Fernsehenprogramm.

Die Klassiker sind natürlich die Hörspiele der drei Fragezeichen, inzwischen sind es mehr als 160 Folgen. Aber auch bei Spotify findet sich der ein oder andere Hörspieltipp. Vor kurzem bin ich auf die Facebookseite „Spotify Hörspiele und Hörbücher“ gestoßen, auf der Hörspiele, die auf Spotify verfügbar sind, gesammelt werden. Leider ist die Community nicht sehr aktiv, vielleicht mache ich mich bei G+ demnächst mal auf die Suche nach Gleichgesinnten.

UPDATE: Seit einigen Tagen geht wieder deutlich mehr auf der Facebookpage – und eine Website mit einer kleinen Datenbank ist auch in Arbeit.

Ein wirklich genial gemachtes Hörspiel habe ich aber über Facebook gefunden: Das Lufer Haus. Geschrieben wurde die Story von Kai Schwind auf Basis einer wahren Begebenheit. Die Website sagt:

Dieses Hörspiel ist anders als andere Hörspiele – ein Mitschnitt, mit sechs Sprechern in einem verfallenen Landgut aufgenommen. Diese hyperrealistische Aufnahmetechnik eröffnet eine neue Dimension des Horrors.Website Luferhaus

Ich habe das Hörspiel eben gehört. Ich empfehle dazu ein Glas Wein und Dunkelheit. Die Website verspricht nicht zu viel.

Kopfhörer auf, treiben lassen

Wann genau wurde Musik eigentlich zur Nebensache? Ich glaube, ich habe heute abend zum ersten Mal seit langer Zeit Musik als Selbstzweck gewürdigt. Kein Radio beim Frühstück, keine Playlist beim Autofahren, sondern einfach mit Kopfhörern auf dem Balkon.

Noch vor zehn Jahren war Musik gefühlt das allerwichtigste, auf jeder Party gab es ein neues Mixtape, später dann zumindest Playlisten auf Rechnern und iPods. Ich bin ein großer Verfechter des digitalen, aber ich glaube, die Entkopplung vom physischen Medium hat – zumindest bei mir – auch ein Stückweit Entkopplung vom Zweck der Musik bedeutet.

Und obwohl (oder weil?) ich heute auf so viel Musik zugreifen kann wie nie zuvor in meinem Leben – und das legal, ich bin zahlender Spotify-Kunde – ist mir irgendwo die Hingabe verloren gegangen. Oder die Zeit. Selbst bei Spotify, wo ich alle Möglichkeiten der Kombination habe, höre ich entweder die selben zehn Alben oder drücke auf den Radio-Button. Dabei ist das Unsinn. Denn wenn Spotify eine Sache wirklich gut kann, dann ist es, mich auf neue, andere Musik aufmerksam zu machen. Am PC gibt es dafür alle möglichen Drittanbieter-Apps, die auf Basis des Geschmacks (meinem oder dem von anderen) Tracks, Alben, Künstler vorschlägt. Das klappt mal mehr, mal weniger gut. Und es ist irgendwie nicht immer nachhaltig, aber zumindest immer kurzweilig.

Auf dem Balkon heute habe ich mit dem Nexus 4 Musik gehört. Der Android-App fehlt die Integration der Drittanbieter-Apps, aber ich habe festgestellt, dass „ähnliche Künstler“ vollkommen ausreichend ist. Guter Song? Dann den meistgespielten Song eines ähnlichen Künstlers in die Warteschlange. Und treiben lassen.

Es war toll, es wurde dunkel, aber nicht kalt. Und Stunden vergingen. Ich weiß nicht mehr genau, wann Musik zur Nebensache wurde. Aber ich glaube, heute sollte der Tag sein, wo sie wieder zum Selbstzweck wird. Nebensache ist und bleibt sie oft genug von alleine.

Ich wechsele jetzt zu Spotify, weil…

Musikstreaming nutze ich nun schon recht lange, ganz am Anfang war ich bei Napster, dann bin ich zu Simfy gewechselt. Den Kölnern war ich auch sehr lange treu, auch wenn ich dabei immer neidisch auf all jene geschielt habe, bei denen Spotify verfügbar war. Jetzt gibt es die Schweden auch bei uns – und ich werde wechseln.