Mein Engagement bei allfacebook.de

Seit dem 2. Januar arbeite ich nun im Social-Media-Sektor, ich bin Distributionsmanager beim Südwestrundfunk in Stuttgart. Fast zeitgleich habe ich ein weiteres Engagement angetreten, das direkt mit Social Media in seiner (zur Zeit) intensivsten Ausprägung zu tun hat: Ich schreibe für Allfacebook.de, eines der relevantesten deutschprachingen Blogs zum Thema Facebookmarketing.

Zu Jens und Philipp, den beiden Gründern des Blogs, habe ich schon lange Kontakt, weil sie (wie ich auch) an der Hochschule Furtwangen OnlineMedien studiert haben. Über das Angebot, als regelmäßiger Autor Kampagnen und Aktionen auf Facebook zu dokumentieren, habe ich mich sehr gefreut. Und nach einem guten Monat habe ich meinen Stil gefunden und Spaß an der Sache.

Ich bekomme viel mit über gute und schlechte Ideen für Kampagnen, ein Wissen, das mir im Tagesgeschäft beim SWR durchaus weiterhilft. Außerdem kann ich durch das Bloggen meine eigene Relevanz steigern und mir (hoffentlich) mittelfristig einen Namen in der Branche machen. Schaun wir mal 🙂

Meine Beiträge für allfacebook.de könnt ihr zentral hier abrufen: http://www.allfacebook.de/author/schiri

Habe ich was verpasst?

Am Ende des letztes Semester ist etwas passiert, was ich schon vom Abi kannte: Die Leute, die man im Laufe der letzten Monate und Jahre ins Herz geschlossen hatte, haben sich in alle Winde verstreut. Die einen sind im Ausland, die anderen schreiben in Fuwa Thesis, wieder andere schreiben ihre Abschlussarbeit woanders. Kurzum: von einem auf dem anderen Tag war das Studium, wie ich es bisher kannte, zu Ende.

Für mich begann am 1.9. – wie für einige andere – die Bachelor-Thesis. Ich schreibe sie in Baden-Baden über multimediale Workflows beim SWR. Und ich werde nicht täglich, aber doch regelmäßig, etwas wehmütig beim Blick auf Facebook und in die Blogs meiner Kommilitonen und Freunde. Und zwar auf fast alle. Es ist nicht schwer, auf Judith und Co. neidisch zu sein, die ihr Auslandssemester im allem Anschein nach großartigen Schottland verbringen. Oder auf Steffi, die für ein halbes Jahr in jener Stadt studiert, die mein Herz im Flug erobert hat: In Wien.

Aber selbst auf Laudi und Thomas bin ich ein bisschen neidisch: Weil sie ihre Thesis in Furtwangen schreiben und somit das Studentenleben abschließend nochmal so richtig genießen können. Indem sie mal spontan zu Steffi nach Wien jetten oder eben Mittwochs Party machen oder mal boarden gehen. Weil sie nachts arbeiten, wenn ihnen danach ist und gar nicht schaffen, wenn ihnen danach ist.

Klar, die beiden schütteln jetzt mit dem Kopf und sagen: ja, Schiri, aber du kriegst auch gut Kohle. Stimmt irgendwie, aber wenn ich ganz ehrlich bin: Dafür habe ich ein halbes Jahr früher den Schritt ins echte Leben gewagt, mit festen Arbeitszeiten und dem ganzen anderen Mist.

Als ich mich 2007 für ein Studium entschieden habe, war die Prämisse: Möglichst schnell mit möglichst geringen Kosten studieren, fertig werden und Geld verdienen. Das habe ich geschafft, unter anderem auch weil ich unter dem Kopfschütteln der ganzen Familie in ein Schwarzwaldnest gezogen bin und meine Freizeitbeschäftigungen sich meist auf Film schauen in der coolsten WG ever beschränkt haben.Hätte ich nicht gemusst? Stimmt irgendwie, aber: Mein Studium war leider nicht sponsered bei Daddy und die kfw freut sich auch so schon über viele Jahre, die ich ihr nun als „Kunde“ zur Verfügung stehe.

Darum kam auch ein Auslandsemester nie für mich in Frage, nicht eine Sekunde. Aber wenn ich jetzt die Berichte lese und die Fotos sehe, dann frage ich mich: Habe ich was verpasst?