Fußball-WM: Die Alternative zu den TV-Kommentatoren

So schön das mit der WM alles ist, so schlimm sind manche Kommentatoren. An Bela Rethy zum Beispiel scheiden sich die Geister, ich persönlich brauche den nicht.

Ich bin und bleibe ein Kind des Radios und auch deshalb müssen sich Fußballkommentatoren bei mir mit Sabine Töpperwien, Manni Breuckmann und Günther Koch messen. Ein bisschen unfair, zugegeben, weil eine Radioreportage ja schon komplett anders funktioniert – schließlich muss das visuelle substituiert werden. Aber mal vom rein formalen und fachlichen ab – im Radio wird weniger Dünnschiss erzählt und die Floskelquote ist auch deutlich akzeptabler.

Gestern Abend beim Eröffnungsspiel der WM war dann zu allem Überfluss nicht nur die fachliche Qualität Grütze, sondern auch noch die technische. Rethys Mikrofon war total übersteuert, selbst nach einem Tausch wurde es nicht gut, sondern maximal besser. Die Erlösung begegnete mir auf Twitter, wo Ex-SWR-Kollege Björn einen sensationellen Hinweis retweetete, den ich euch nicht vorenthalten will:

Leider steht dieses Feature nicht bei allen Spielen zur Verfügung, sondern neben dem gestrigen Spiel nur noch bei allen deutschen Paarungen und ab dem Viertelfinale. Aber besser als nichts. Bei mir (Fernseher von Philips) findet sich die Option zum Umschalten der Tonspur übrigens in den generellen Optionen, nicht bei den Tonoptionen, das nur als Hinweis.

Gestern Abend jedenfalls habe ich das Spiel dann des ARD Radiotons sehr genossen, auch wenn es natürlich ein bisschen komisch ist, eine deskriptive Reportage zusätzlich zum Bild zu haben. Aber mein Radioherz schlägt da höher. Und mein Fußballerherz eh.